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Es existieren sehr verschiedenartige Typen von Planeten, die, je nach Beschaffenheit und Sonnennähe, entsprechende Auswirkungen auf die Entwicklung eines möglichen Ökosystems haben können. Dieser Artikel widmet sich sämtlichen in Star Trek gezeigten Planetenklassen und soll einschlägige Informationen über sie liefern.

 

  • Klasse A: Geothermal. Klasse-A-Planeten sind sehr groß - typisch ist eine dreihundert- bis tausendfache Masse der Erde - und liegen in der kalten Zone ihrer Sonne. Geringe Sonneneinstrahlung und hohe Gravitation erlauben ihnen, dichte Atmosphären aus Wasserstoff und Wasserstoffkomponenten zu halten. Hohe Kerntemperaturen verursachen Wärmeabstrahlung und beträchtliche Oberflächentemperaturen. Lebensformen können sich hier nicht entwickeln. Beispiel: Gothos.
  • Klasse B: Geomorteus. Planeten der Klasse B weisen in der Regel eine zehn- bis hundertfache Masse der Erde auf und befinden sich in der heißen Zone ihrer Sonne. Die extreme Sonneneinstrahlung bedingt hohe Temperaturen und führt zu teilweise geschmolzenen Oberflächenverbindungen. Die Atmosphären sind viel zu dünn, um in irgendeiner Weise die Herausbildung von Ökosystemen zu gewährleisten. Beispiel: Merkur.
  • Klasse C: Geoinaktiv. Klasse-C-Planeten haben typischerweise eine der Erde vergleichbare Masse und liegen zwischen der gemäßigten und kalten Zone in einem Sonnensystem. Ihre Oberflächentemperaturen sind allerdings extrem niedrig, weil die planetaren Gasgemische dazu führen, dass die Atmosphäre gefroren ist. Beispiel: Pluto, Psi 2000.
  • Klasse D: Asteroid/Mond. Die Klasse D kann streng genommen nicht zu Planeten gezählt werden, handelt es sich doch vornehmlich um Asteroiden und Monde, vorkommend in allen Teilen eines Sternensystems. Solche Himmelskörper sind karg und mit Kratern übersät, weisen keine oder bestenfalls sehr dünne Atmosphären auf, womit sie eher als leblose Gesteinsbrocken im Weltraum bezeichnet werden können. Beispiel: Mond (Sol IIIa), Lunar V (Bajor VIIe).
  • Klasse E: Geoplastisch. Klasse-E-Planeten haben typischerweise ungefähr die Masse der Erde und liegen in der gemäßigten Zone ihrer Sonne. Sie sind erst kürzlich geformt und ihre Oberflächen sind dünn. Ihre Atmosphären beinhalten immer noch Wasserstoffkomponenten und reaktive Gase. Diese Planeten werden sich weiter abkühlen und zu Klasse F werden. Beispiel: Excalbia.
  • Klasse F: Geometallisch. Planeten der Klasse F haben typischerweise die etwaige Masse der Erde und liegen in der gemäßigten Zone ihrer Sonne. Sie sind jünger als die Erde und ihre Oberflächen kristallisieren sich noch. Vulkanische Eruptionen sind aufgrund des flüssigen Kerns nicht unüblich. Die Atmosphären von Klasse-F-Planeten beinhalten geringe Mengen an toxischen Gasen. Lebensformen sind bestenfalls auf Siliziumbasis anzutreffen. Wenn sich diese Planeten weiter abkühlen, können sie zur Klasse G werden. Beispiel: Janus IV.
  • Klasse G: Geokristallin. Klasse-G-Planeten kommen in der gemäßigten Zone eines Sternensystems vor und sind oftmals noch im Kristallisierungsprozess begriffen. Insofern sind ihre Oberflächen instabil, die Atmosphäre indes ist dominiert von Kohlendioxid und toxischen Gasen. Evolutionstheoretisch können diese Planeten abkühlen und zur Klasse K, L, M, N, O oder P werden. Aber bereits davor sind primitive einzellige Organismen in manchen Fällen anzutreffen. Beispiel: Delta Vega.
  • Klasse H: Wüstenplanet. Gemeinhin als Wüstenplaneten bezeichnet werden Planeten der Klasse H. Diese Welten können theoretisch in allen Bereichen eines Sternensystems vorkommen, wobei sie eher in der heißen und gemäßigten Zone anzutreffen sind. Bezeichnend für sie sind heiße, trockene Oberflächen und wenig oder keinerlei Wasservorkommen. Die Atmosphären können schwere Gase und metallische Dampfe enthalten. Unter günstigen Bedingungen mit minimalen Wasservorkommen können hier durchaus trockenheits- und strahlungsresistente Pflanzen entstehen sowie sehr bedingt auch tierisches Leben. Beispiel: Rigel XII, Tau Cygna.
  • Klasse I: Gas-Superriese. Klasse-I-Vertreter, so genannte Gas-Superriesen, sind gigantische planetare Körper mit einem Durchmesser von bis zu 10 Millionen Kilometern. Sie kommen in der kalten Zone ihrer Sonne vor, wobei ihre Oberflächen dünn sind und aus gasförmigem Wasserstoff bestehen. Zudem strahlen sie beträchtliche Hitze aus. Durch die planetare Beschaffenheit wechselt die Atmposphäre je nach Temperatur, Druck und Zusammensetzung; auch Wasserdampf kann vorhanden sein. Obwohl keine abschließenden Erkenntnisse vorliegen und Klasse-J-Planeten minimal andere Ergebnisse liefern, wird davon ausgegangen, dass die Entstehungsmöglichkeiten von Lebensformen fast ausgeschlossen sind. Beispiel: Q'tahL.
  • Klasse J: Gasriese. Klasse-J-Planeten sind die kleineren Brüder der I-Gas-Superriesen und demgemäß in Oberflächen- und Atmosphärenbeschaffenheit vergleichbar. Unter gewissen günstigen Bedingungen können kohlenwasserstoffbasierende Lebensformen vorkommen. Beispiel: Jupiter, Saturn.
  • Klasse K: bedingt bewohnbar. Klasse-K-Planeten sind klein - typisch ist Einzehntel Masse der Erde - und liegen in der gemäßigten Zone ihrer Sonne. Wegen schwacher Gravitation sind ihre Atmosphären dünn, aber Wasser ist für gewöhnlich vorhanden. Dadurch können primitive einzellige Organismen vorkommen. Durch den Einsatz von Druckkuppeln sind Klasse-K-Planeten auch anpassbar für eine Kolonisierung durch Humanoide. Beispiel: Mars, Mudd.
  • Klasse L: Marginal. Planeten der Klasse L unterscheiden sich von Klasse-K-Vertretern insofern, als sie deutlich weniger Oberflächenwasser bieten, demgegenüber aber dichtere Atmosphären aus Sauerstoff und Argon mit einer hohen Konzentration an Kohlendioxid. Sie liegen zwar im gemäßigten Bereich eines Sternensystems, bieten aber nur entsprechender Flora Entwicklungsmöglichkeiten. Klasse-L-Planeten sind beschränkt kolonisierbar. Beispiel: Indri VIII.
  • Klasse M: Terrestrisch. Klasse-M-Planeten sind mit der Erde vergleichbar und liegen in der gemäßigten Zone ihrer Sonne. Sie sind relativ jung und klein und beinhalten reichlich Oberflächenwasser, was im Zusammenhang mit moderaten Gravitationsverhältnissen und einer Stickstoff-Sauerstoff-Atmosphäre mit Spurenelementen pflanzliches und tierisches bzw. humanoides Leben sowie Vegetation in großem, mannigflatigen Stil begünstigen kann.
  • Klasse N: Abnehmend. Planeten der Klasse N liegen zwar meist im gemäßigten Bereich eines Sternensystems, trotzdem sind sie extrem ungastlich. Das liegt vorwiegend an einer extrem dichten Kohlendioxid-Sulfid-Atmosphäre, welche die ohnehin hohen Oberflächentemperaturen zusätzlich anheizt. Der Treibhauseffekt ist enorm; Wasser existiert lediglich als Dampf. Beispiel: Venus.
  • Klasse O: Ozeanisch. Die Klasse O ist nahezu deckungsgleich mit Klasse-M-Vertretern. Einziger Unterschied ist, dass die Oberfläche zu mehr als achtzig Prozent mit Wasser bedeckt ist. Dadurch sind die Bedingungen für die Herausbildung von Wasservegetation und Meereslebewesen besonders gut, aber auch an Land gibt es pflanzliches und tierisches bzw. humanoides Leben in großer Fülle. Beispiel: Argo.
  • Klasse P: Vereist. Es ist anzunehmen, dass Klasse-P-Planeten der Klasse M oder O verwandt wären, würden ihre Oberflächen nicht mit mehr als achtzig Prozent eisbedeckt sein. Das kann an Umweltverwerfungen oder atmosphärischen Problemlagen liegen, auch an Grenzpositionen zwischen gemäßiger und kalter Zone. Winterharte Vegetation und tierisches bzw. humanoides Leben ist aber dennoch möglich. Beispiel: Exo III.
  • Klasse N: Variabel. Die Klasse N subsumiert all jene Planeten - gelegen in heißer bis kalter Zone - mit deutlichem exzentrischen Orbit, im Einflussbereich eines wechselnden Sternausstoßes oder mit anderweitig von der Norm abweichender Evolution. Ihre planetaren Bedingungen wandeln sich binnen kürzester Zeit und werden neuen Oberflächen- und Atmosphärenstandards unterworfen. Sie sind kurzlebig und bieten daher für die Herausbildung eines Ökosystems eher unverlässliche Grundlagen. Beispiel: Genesis-Planet.
  • Klasse R: interstellare Wanderer. Klasse-R-Planeten - extrem selten vorkommend - haben als Besonderheit, dass sie nicht in Sternensystemen zu finden sind, sondern in freiem Raum schweben. Gleichzeitig können sie die Herausbildung von nicht-photosynthetischen Pflanzen und tierischem Leben begünstigen, weil sie zumeist geologisch aktiv sind und in ihrem Innern genug Wärme erzeugen. Beispiel: Dakala.
  • Klasse S-T: Ultrariese. Planeten der Klassen S bzw. T sind noch deutlich größer als Klasse-I-Vertreter und weisen die zehntausendfache Masse der Erde auf. Damit sind sie die größtmöglichen Planeten. Sie liegen in der kalten Zone ihrer Sonne, und geringe Sonneneinstrahlung sowie hohe Gravitation erlauben ihnen, dichte Atmosphären aus Wasserstoff und Wasserstoffkomponenten zu halten. Hohe Kerntemperaturen verursachen eine Ausstrahlung von sichtbarem Licht und beträchtliche Hitze. Lebensformen können sich hier keinesfalls entwickeln.
  • Klasse Y: Dämon. Klasse-Y-Vertreter sind Planeten und Planetoiden mit toxischer Atmosphäre, thermionischer Strahlung und einer Oberflächentemperatur von mehr als 500 Kelvin. Humanoides Leben ist nicht möglich. Es wird aufgrund der thermionischen Entladungen nicht empfohlen, bei diesen unwirtlichen Dämon-Planetoiden mit einem Schiff in den Orbit zu gehen.

 

Quelle: Star Trek Sternen-Atlas