STAR TREK COMPANION
return to the edge of the final frontier

Relaunch / Deep Space Nine

Worlds of DS9 #3: Satisfaction is Not Guaranteed

Autor: Keith R.A. DeCandido
Erscheinungsjahr: 2005
Seitenzahl: 170
Band: Post-Season-8

Inhalt

Quarks profitorientierte Heimatwelt wird von einem Skandal erschüttert, als schockierende Beschuldigungen gegen die erste Frau seines Bruders, die Mutter von Nog, Rom als Großen Nagus der Ferengi-Allianz zu stürzen drohen. Um die Dinge noch schlimmer zu machen, wurde Quark von Roms politischen Gegnern angeworben, sich ihrem Staatsstreich anzuschließen. Sollten sie damit Erfolg haben, seinen Bruder zu stürzen, bekäme er alles, was er sich jemals erträumt hat. Während Ferenginars Zukunft über dem Abgrund hängt, nimmt die Schwangerschaft von Roms derzeitiger Frau eine schwierige Wendung für Mutter und Kind.

 

Kritik

Die letzte Geschichte der Worlds of STDS9-Reihe beleuchtet die Ferengi. Eine Verschwörung zur Absetzung von Rom, um genau zu sein - und man muss sich wundern, warum dies nicht schon eher geschah. Denn die Reformen, die Rom zum Ende der Serie auf Ferenginar angekurbelt hat, dürften bei einigen der "älteren" und konservativeren Ferengi mit Sicherheit auf Ablehnung stoßen.

Nun ist es also soweit, und die großohrigen Aliens stehen im Mittelpunkt. Dabei werden altbekannte Charaktere wie Brunt oder Krax neu ausgegraben, was vor allem Fanherzen höher schlagen lässt. Natürlich ist klar, dass Brunt wieder der Bösewicht ist, und eigentlich wird daraus auch kein Hehl gemacht. Der ganze Roman dient eher dazu, vornehmlich Charakterspiel zu betreiben und die Personen persönlich voranzubringen, während im Hintergrund die Absetzungsstory läuft. Also eigentlich die berühmte Star Trek-Formel, die so schon immer sehr gut funktioniert hat. Im vorliegenden Roman hapert es daran allerdings - zwar nur leicht, aber immerhin.

Dies geht damit los, dass sich der Roman offenbar nicht entscheiden kann, ob er nun als Komödie oder ernsthaft gemeint ist. Die Szenen mit dem alten Nagus Zek sind natürlich witzig und zünden auch, die Szenen auf Ferenginar wechseln sich zwischen Ernst und spaßigem Geplänkel ab, bis es sich auf einigermaßen gutem Niveau einpendelt. Alles in allem ist das nicht allzu störend, stellenweise plätschert der Roman auch etwas vor sich hin - aber auch diese Szenen halten sich in Grenzen. Die Story ist gut und flüssig, bietet aber keine sonderlichen Höhepunkte, denn vor allem das Ende ist, wie man es erwarten konnte.

Als herausragend muss man aber die Szenen zwischen Ro und Quark bezeichnen, die eines der schönsten Charakterspiele in diesem Band darstellen. Anfangs noch von Liebe geprägt, wandelt sich auch ihre Beziehung ähnlich der von Dax und Bashir aus einem der vergangenen Bände. Das mag auf der einen Seite schade sein, ist auf der anderen aber eine konsequente Weiterentwicklung. Vor allem in diesen Szenen ist deutlich dieser Wandel spürbar und gerade hier bekommt man das eingangs erwähnte Star Trek-Prinzip in Reinkultur.

Ansonsten, wie gesagt, ist die Story so, wie man sie erwartet - auch wenn sie von der Serie her konsequent ist und endlich die lang erwartete Rebellion auf Ferenginar bringt. Ferengitypisch natürlich gewaltfrei. Auch die Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten und die Gesellschaft von Ferenginar sind gut zu lesen. Dass Leeta aber ein Kind bekommt, wirkt, nachdem erst Sisko eines erhalten hat, eher wie leichtes Füllwerk. Zu mäkeln gäbe es an dieser Stelle allenfalls noch, dass der Band recht dünn ausfällt.

 

Fazit

Ein etwas ruhiger Roman, der einige schöne Szenen, vor allem im Charakterbereich, bietet. Die Handlung ist stellenweise allerdings vorhersehbar, und im Großen und Ganzen ist er etwas zu seicht-dahinplätschernd. Nichtsdestotrotz vermag er trotz einiger Schwächen durchaus zu gefallen.

6/10 Punkten.

9-2013