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Mission

 

Die Defiant-Klasse wurde speziell als schnelles Angriffsschiff und kompakter Zerstörer entwickelt. Sogar in den ersten Ausführungen war die primäre Aufgabe der Defiant, feindliche Verteidigungslinien zu durchbrechen. Sternenflotten-Ingenieure modifizierten das Raumschiff in der Entwicklungsphase, sodass es eine mobile Kampfplattform wurde – mit der Möglichkeit, gegnerische Kräfte anzugreifen und verdeckte Operationen durchzuführen. Damit ist sie das erste reine Kriegsschiff, das die Sternenflotte jemals gebaut hat.

 

 

Charakteristika

 

Die Defiant ist bewusst so konstruiert, dass sie möglichst wenig Fläche für Treffer preisgibt, extrem wendige Ausweich- und Beschleunigungsmanöver fliegen kann und zugleich so viel Defensiv- und Offensivarsenale wie irgend möglich in sich vereint. Während seiner Entwicklungsphase fungierte der Prototyp der Defiant als Testschiff der am weitesten entwickelten Technologien im Kampfbereich, die es bis dahin gab, so beispielsweise für die damals noch experimentellen Quanten-Torpedos.

 

Wenn man die Defiant betrachtet, fällt sofort ihre höchst kompakte Bauweise auf, da die Warpgondeln in speziell dafür vorgesehenen Aussparungen direkt am Rumpf des Schiffes montiert sind. Die Einheit verfügt zum einen über neuartige Pulsphaser-Kanonen mit der Fähigkeit zum bis dato ungekannten Schnellfeuer. Während sich die meisten anderen bekannten Energiewaffen (auch etwa der Romulaner und Cardassianer) zunächst als relativ wirkungslos gegen die Jem’Hadar-Kampfschiffe erwiesen, waren die Pulsphaser überraschend effektiv. Nach und nach wurden die konkreten Energiephaseneinstellungen dieser Waffen auf alle anderen Schiffsklassen übertragen, sodass sich der taktische Nachteil der Sternenflotte gegenüber den Dominion-Verbänden schrittweise relativierte. Zum anderen verfügt die Defiant über Photonen-/Quanten-Torpedorohre, eine massive Ablativpanzerung sowie über eine romulanische Tarnvorrichtung, die der Föderation durch die Aufnahme eines Zusatzartikels in den Vertrag von Algeron exklusiv zur Verfügung gestellt werden konnte.

 

Die Defiant besitzt hoch sensible Sensorsysteme, insbesondere bei den taktischen Scannern. Der Warpkern ist eine äußerst komprimierte Ausführung, die genug Energie liefern kann, um vier Schiffe von der Größe der Defiant zu speisen. Damit ist das Schiff für seine Größe erheblich übermotorisiert. Seine energetischen Kapazitäten werden nur selten ausgeschöpft, da sich in der Testphase herausstellte, dass dies die strukturelle Integrität gefährdet. Nach ausgedehnten Praxisanalysen und einigen technischen Verbesserungen durch Commander Benjamin Sisko und Chefingenieur Miles O’Brien konnten der Antrieb und die Energiesysteme der Defiant dann aber stabilisiert und ihren ursprünglichen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden.

 

 

Hintergrund

 

Von Anfang an sollte der Prototyp der Defiant als Ergänzung der taktischen Fähigkeiten der Sternenflotte entwickelt werden. Ursprünglich war die Defiant als letzte Waffe gegen die Borg gedacht, um der neuen, erstmals 2365 aufgetauchten Bedrohung entgegenzutreten. Als die befürchtete Borg-Invasion schließlich kam und gemeistert werden konnte, ohne dass das Defiant-Projekt abgeschlossen war, verlangsamten sich die Arbeiten. Ohnehin gab es so viele Probleme bei der Konstruktion, dass ein großer Teil der beteiligten Ingenieure nicht daran glaubte, die Defiant könnte jemals erfolgreich vom Stapel laufen. Sie verbrachte noch Jahre in den Utopia Planitia-Werften.

 

Anfang 2371, nachdem der Erstkontakt mit dem Dominion erfolgt war und sich eine neue, schwerwiegende Bedrohung abzeichnete, schickte man den inzwischen ins Beta-Stadium überführten Prototypen der Defiant nach Deep Space Nine. Seine Aufgabe war es, die Station und Bajor vor Angriffen zu schützen. Zu dieser Zeit stattete man das Raumschiff auch mit der erwähnten romulanischen Tarnvorrichtung aus.

 

Eine Vielzahl von Systemanpassungen und Verbesserungen wurden in den Prototyp der Defiant integriert, die später auch verbindliche Parameter für die Serienproduktion wurden. Allerdings dauerte es fast ein Jahrzehnt, bis der Föderationsrat und das Sternenflotten-Oberkommando die neue Klasse als notwendige Normalität akzeptierten, bedeuteten das Schiffskonzept und das, wofür es stand, doch eine radikale Abkehr von den bisherigen Design- und vor allem Missionsprinzipien von Sternenflotten-Einheiten. Doch gerade der Dominion-Krieg und der darin erkennbar gewordene Nutzen der Defiant als effektiver Zerstörer ließ die Kritiker des Projekts schließlich verstummen. Im letzten Kriegsjahr gab es bereits ein gutes Dutzend Einheiten der Defiant-Klasse, darunter etwa die U.S.S. Sao Paulo. Nach Ende der Kampfhandlungen wurde eine Massenfertigung in die Wege geleitet, sodass die Defiant-Klasse sich nach einer schwierigen Etablierungsphase endgültig durchgesetzt hat.

 

 

Spezifikationsübersicht

 

  • Klassifikation / Mission: Zerstörer
  • Indienststellung: 2370
  • Missionsdauer: Standardmission: 2 Jahre; Generalüberholung: alle 12 Jahre
  • Abmessungen: Länge: 128 m; Breite: 93 m; Höhe: 25 m
  • Masse: 355.000 metrische Tonnen
  • Besatzung: 40 Personen
  • Antrieb: Reisegeschw.: Warp 6; Höchstgeschw.: Warp 9,6
  • Antriebssysteme: Warp: (2) LF-35; Impuls: (2) FIG-2
  • Waffen: Pulsphaserkanonen: (4) Typ S-1A; Phaser: (3) Typ XI; Quanten- bzw. Photonen-Torpedos: (2) Mk 75
  • Primäres Computersystem: M-15 Isolinear-III-Prozessor
  • Primäre Navigation: RAV/ISHAK Mod 2 Astralleitsystem
  • Deflektor-Schilde: FSQ Primärer Schutzschild + Deflektor-Kontrollsystem
  • Shuttles und Fahrzeuge an Bord: 1 Shuttle (Typ-10); 4 Shuttlekapseln

 

 

Exemplarische Vertreter dieser Schiffsklasse

 

  • U.S.S. Defiant, NX-74205 (DS9)

  • U.S.S. Sao Paulo, NCC-75633 (DS9 7.24: In den Wirren des Krieges)

 

 

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