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Datenbank / Historische Ereignisse / 2267: Frieden von Organia

Der Vertrag von Organia markiert einen der Wendepunkte in den Beziehungen zwischen Föderation und Klingonen. Er wurde erzwungen von den Organiern, einer Spezies, die ihre wahre Identität lange Zeit verborgen hielt. Die Folgen des Vertrags für die galaktische Politik waren enorm.

Hintergrund

Der Temporale Kalte Krieg unterwarf die ursprüngliche Zeitlinie einer Veränderung, womit der Erstkontakt zwischen Menschen und Klingonen anstatt 2218 auf das Jahr 2151 vorverlegt wurde. Zwar hatte das glücklicherweise keine politischen Konsequenzen, aber nach einer relativ friedlichen Phase von circa hundert Jahren brach eine erbitterte Feindschaft zwischen dem klingonischen Reich und der 2161 gegründeten Vereinigten Föderation der Planeten aus.

Diese Entwicklung rührte nicht zuletzt daher, dass auf Qo’noS eine panklingonische Bewegung rücksichtlose Expansion einforderte, wohingegen der zu diesem Zeitpunkt eher repräsentative Hohe Rat gegenüber den starken Interessen loser, miteinander rivalisierender klingonischer Clans kein Gegengewicht zu setzen vermochte. Wie auch andere Mächte verstanden die Klingonen zudem die friedliche Ausdehnung der Föderation als Affront und Bedrohung ihrer eigenen Existenz. Spätestens im frühen 23. Jahrhundert herrschte eine bedrückende Staatsraison zwischen beiden Mächten: Obgleich es keinen offiziell erklärten Krieg gab, kam es immer wieder zu Scharmützeln und Zwischenfällen, die aber stets ohne größere Verluste gelöst werden konnten.

Wendepunkt

Dieser mühsam aufrecht zu erhaltende Frieden sah sich im Jahre 2267 einer erheblichen Gefährdung ausgesetzt: Nachdem vor dem Hintergrund der politmilitärischen Eskalationen in der Taurus-Region (2263-2285) erneut Verhandlungen zwischen der Föderation und dem klingonischen Reich gescheitert waren, erklärten die Klingonen der Sternenflotte offen den Krieg. Erste taktische Analysen ergaben, dass der bewohnte Planet Organia in neutralem Raum ein idealer Platz wäre, um eine militärische Operationsbasis zu errichten. Als einziger Klasse-M-Planet im Umkreis von mehreren Lichtjahren bot er dem jeweiligen Besatzer einen nicht zu verachtenden taktischen Vorteil. Die U.S.S. Enterprise, NCC-1701, unter dem Kommando von Captain James T. Kirk, bekam den Befehl diesen zu nutzen und eine militärische Präsenz der Sternenflotte auf Organia zu errichten und gleichzeitig die Klingonen daran zu hindern, den Planeten für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Den Klingonen gelang es, Organia vorzeitig zu besetzen, und in der Folge einer verstärkten Auseinandersetzung zwischen Kirk und dem klingonischen Oberkommanten Kor stellte sich Erstaunliches heraus: Die vermeintlich pazifistischen und technologisch primitiven Organier waren tatsächlich eine hoch entwickelte, körperlose Lebensform aus reiner Energie, zu der sie sich vor Millionen Jahren entwickelt hatten. Sie verabscheuten jegliche Form von Gewalt und ließen zunächst bewusst zu, dass der Konflikt zwischen Föderation und Klingonen auf ihrem Planeten ausgetragen wurde, wo er kurz davor stand, sich zu einem totalen Krieg auszuweiten.

Die Organier bekundeten, sie fühlten sich verpflichtet, einzuschreiten, um weiteres Blutvergießen zu stoppen. Aus diesem Grund demobilisierten sie mit unglaublichen metaphysischen Fähigkeiten beide Flotten im gesamten Quadrantengefüge, um weitere Kampfhandlungen zu verhindern. Des weiteren erschien sowohl auf der Erde als auch auf Qo’noS jeweils ein Repräsentant der Organier, um einen Frieden zu erreichen. Da die unbekannte Macht der Organier weitere kriegerische Handlungen verhinderte, blieb den beiden Kontrahenten keine andere Wahl als dem Friedensvertrag zuzustimmen und einen Waffenstillstand zu unterzeichnen.

Vertragsdetails

Im Einzelnen sah der von den Organier oktruierte Vertrag folgende Veränderungen für das Verhältnis von Föderation und Klingonen vor:

  • Die Organier dulden keine weiteren Feindseligkeiten zwischen der Föderation und dem klingonischem Reich.
  • Zwischen beiden Mächten wird eine neutrale Zone geschaffen.
  • Sollte zu irgendeiner Zeit eine der beiden Mächte feindselige Aktionen eröffnen, werden alle miltärischen Kräfte sofort unschädlich gemacht.
  • Die Organier prophezeien eine Zeit, da die Föderation und das klingonisches Reich in Frieden und Harmonie zusammenarbeiten werden. Außerdem bestimmt dieser vierte Artikel, dass beide Parteien der jeweils anderen freien Zutritt zu ihren Raumbasen innerhalb der Neutralen Zone aus Gründen der Erholung und des Urlaubs gewähren müssen. (TOS: Kennen Sie Tribbles?)
  • Beide Parteien respektieren die territoriale Integrität von Organia und werden keine weiteren Versuche unternehmen, Organia zu besetzen. Wenn die Zeit reif ist, werden die Organier, zusammen mit der Föderation und dem klingonischem Reich, die Entwicklung der intergalaktischen Beziehungen vorantreiben.
  • Jeder Planet innerhalb der Neutralen Zone, um den sich beide Vetragsparteien streiten, fällt derjenigen Seite zu, die den Planeten mit der größtmöglichen Effizenz entwickeln kann.

Durch den Vertrag von Organia wurde im letzten Augenblick eine gefährliche Situation entschärft, die ohne Eingriff der Organier schnell eskaliert und ein blutiger Zweifrontenkrieg entstanden wäre. Dieser aufgezwungene Frieden änderte jedoch nichts an den Feindseligkeiten beider Großmächte. Konflikte und Auseinandersetzungen wurden erst einmal auf andere Gebiete verlagert. Es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis ein dauerhafter Frieden zwischen der Föderation und dem klingonischen Reich verwirklicht werden würde.

 

Referenz

TOS TNG DS9 VOY ENT ST-Romane/Comics
1x26       1x01 Open Secrets (VAN)
        1x02