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Datenbank / Politische Machtblöcke / Breen-Konföderation

 

Thot Gor führt im Jahr 2375 zeitweilig die militärischen Streitkräfte der Breen-Konföderation. Breen-Schiffe verfügen über organische Technologie und gefährliche Energiedämpfungswaffen.

 

Allgemeines

Die Breen-Konföderation ist eine militärisch hochgerüstete Mittelmacht und die politische Körperschaft der Breen, einer äußerst mysteriösen und abgeschieden Spezies in den Weiten des Alpha-Quadranten, das für seine Hinterhältigkeit und Aggressivität gefürchtet wird. Die Breen, die traditionell in Kälteanzügen in Erscheinung treten, hinter denen sie ihr Aussehen und ihre Physiologie verbergen, kommen von einer Welt, der nachgesagt wird, sie sei gefrorenes, unwirtliches Ödland. Ihre eigenwillig geformten Raumschiffe zeichnen sich durch fortgeschrittene, äußerst gefährliche Waffensysteme aus und basieren zum Teil auf organischer Technologie. Begegnungen mit den Breen enden selten friedlich.

 

Wertesystem

Die blutlosen, gegen telepathische Scans resistenten Breen sind für ihre Xenophobie und Isolation bekannt und gefürchtet. Ihr ausgeprägtes Bestreben, ihre Identität vor anderen Völkern geheim zu halten, erinnert in vielerlei Hinsicht an die Romulaner im 22. und frühen 23. Jahrhundert. Der Verdacht drängt sich auf, dass diese Maskerade wohl kalkuliert ist, denn dadurch und die zahllosen Gerüchte, die über sie im Umlauf sind, besitzen die Breen enormes Einschüchterungspotenzial, ohne überhaupt in der Nähe sein zu müssen. Selbst die Romulaner pflegen seit geraumer Zeit das Sprichwort: 'Kehre einem Breen niemals den Rücken zu'.

Lange Zeit scheinen die Breen fahrlässig unterschätzt worden zu sein. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Schiffe, Raumstationen und Kolonien, die sie verübten, hielt man sie schlicht für eine barbarische Spezies aus technologisch hochgerüsteten Söldern ohne großen Zusammenhalt, deren Lebensinhalt im Ausplündern und Versklaven anderer Völker besteht. Immer mehr zeichnet sich jedoch ab, dass dies nur bedingt den Tatsachen entspricht. Zwar haben sich die Breen, insbesondere im 24. Jahrhundert, tatsächlich durch skrupellose Angriffe, Raubzügen und Verschleppungen ins Gedächtnis zahlloser Rassen eingebrannt, allerdings scheinen sie dabei sehr viel geschlossener und gezielter vorzugehen als lange vermutet.

Über die Gesellschaft der Breen weiß man bis zum heutigen Tag beinahe nichts. Obwohl einige Mächte wie die Cardassianische Union zeitweilig eine Botschaft auf Breen Prime unterhielten, scheinen die Breen alles daran zu setzen, nichts über sich ans Licht dringen zu lassen. Im Gegenteil, scheinen sie es sogar zu lieben, andere mit falschen Informationen zu verwirren und in die Irre zu führen. Das beweist beispielsweise der Umstand, dass sich schließlich herausstellte, dass es sich bei der Breen-Welt in Wahrheit nicht um eine Eiswüste handelt, sondern einen Klasse-M-Vertreter mit ausgesprochen angenehmem Klima. Trotz der Grausamkeit, die sie gegenüber anderen Völkern an den Tag legen (z.B. lassen sie diese in Sklavenminen für sich arbeiten), scheinen sie einen ausgeprägten Familiensinn und Freude an Kinderliedern zu haben. Einiges deutet auch auf eine sehr ausdifferenzierte Gesellschaft hin, deren Mitglieder bereit sind, große Entbehrungen auf sich zu nehmen und sehr weit entfernt voneinander zu leben. So erklärt sich das mittlerweile zu gewaltiger Größe gewachsene Breen-Territorium.

 

Außenpolitik

Lange Zeit hielten sich Theorien, die Breen-Konföderation sei eine Schimäre, dazu geschaffen, anderen Völkern Respekt einzuflößen und als Machtblock eigentlich nicht existent. Man nahm an, die Breen seien eine zerrissene und in sich heillos zerstrittene Spezies, für die Heimat, Territorium und Politik nur wenig Bedeutung hätten. Dass solche Vorstellungen zunächst aufkamen, ist verständlich, da die ersten Kontakte mit Breen-Freibeutern erfolgten, die nicht viel mehr als auf eigene Faust operierende, hochgerüstete Piraten waren. Spätestens mit dem Ausbruch des Dominion-Kriegs (2373-75) musste das Bild der Breen jedoch grundlegend revidiert werden. Hier mischten sich die ansonsten so zurückgezogenen Breen erstmals aktiv ins große galaktische Geschehen ein. Schlagartig zeigte sich dabei, dass die Breen hochgradige machtpolitische Interessen verfolgen und sehr geschlossen und diszipliniert agieren.

Im Zuge von Geheimverhandlungen schloss sich die Breen-Konföderation im Jahr 2375 dem Dominion an, das seit 2373 schon die Cardassianische Union als Bündnispartner im Alpha-Quadranten gewonnen hatte. Im Zuge dessen wurde ihnen Zugang zu sämtlichen militärischen Datenbanken und Informationen des Dominion gewährt; es kam zu einem umfassenden Technologieaustausch. Das Dominion versprach den Breen im Fall eines Sieges den Anspruch auf das Romulanische Sternenimperium.

Kurz nach dem erfolgreichen Beitritt zum Dominion stellten die Breen unter Beweis, wozu sie in der Lage sind: Unter Zuhilfenahme von Tarntechnologie führten sie einen gerissenen Überraschungsangriff auf die Erde durch. Obwohl die Breen-Angreifer unschädlich gemacht wurden, gelang es ihnen vorher, weite Teile des Sternenflotten-Hauptquartiers in Schutt und Asche zu legen - ein symbolischer Sieg, der die Moral der Föderation und ihrer Verbündeten schwer erschütterte. Noch verheerendere Folgen hatte ihre Einmischung an der Front: Im Chin'toka-System schlossen sie sich den Dominion-Streitkräften an und gingen mithilfe ihrer Energiedämpfungswaffe gegen die Flotte aus Föderation, Klingonen und Romulanern vor. Am Ende der Schlacht verlor die Anti-Dominion-Allianz ihren einzigen Brückenkopf in feindlichem Gebiet - der Krieg drohte plötzlich verloren zu gehen.

Erst nach massiver Forschungsarbeit und weiteren, empfindlichen Verlusten gelang es den Sternenflotten-Ingenieuren, einen effektiven Schutz gegen die Energiedämpfungswaffe der Breen zu finden. Dies führte dazu, dass die Schiffe der Breen an Effektivität verloren und die Föderation und ihre Verbündeten in mehreren Etappen nach Cardassia Prime vorrücken konnten, wo der Dominion-Krieg sein Ende fand.

Anders, als im Fall der Cardassianer, die nahezu vollständig besetzt wurden, gab es nach Kriegsende keinerlei feindliche Truppen im Breen-Raum. In den folgenden Jahren konzentrierten sich die Föderation und ihre Verbündeten vor allem darauf, die Breen hinter ihren Grenzen einzuschließen und außenpolitisch zu isolieren. Seit dem Jahr 2379 gibt es allmählich Anzeichen dafür, dass diese Strategie Risse bekommt: Die Breen scheinen ein neues, gegen die Föderation gerichtetes Bündnis anzustreben. Diesmal schauen sie in Richtung der Gorn-Hegemonie und der Tzenkethi-Koalition.

 

Stellarkartografie

Der Breen-Raum liegt im oberen Teil des Alpha-Quadranten und hat mit mindestens 3.500 Lichtjahren beträchtliche Ausmaße. Allerdings ist nicht bekannt, wie viele Kolonien und Raumbasen die Konföderation tatsächlich besitzt und wo sie sich befinden. Die meisten der bekannten Breen-Niederlassungen konzentrieren sich in Reichweite des cardassianischen Raums, der Badlands und des Schwarzen Clusters, unter anderem Dozaria und Portas V.

Anders als andere Mächte im Alpha- und Beta-Quadranten, deren Grenzen bereits zusammengestoßen sind, liegt die Breen-Konföderation noch relativ weit abgeschieden und hat, abgesehen von ihren Ausläufern in Richtung der Cardassianischen Union, kaum Berührungspunkte mit anderen Blöcken.

 

Referenz

TOS TNG DS9 VOY ENT ST-Romane/Comics
  4x10 4x05 3x26   Zero Sum Game (DS9/Typhon Pact)
  5x11 4x23 7x10    
  7x03 5x14      
  ST VII 5x15      
    6x10      
    7x17      
    7x18      
    7x19      
    7x20      
    7x21      
    7x24      
    7x25      
    7x26      
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