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Datenbank / Politische Machtblöcke / Gorn-Hegemonie

 

Gorn verbreiten bereits durch ihre gewaltige, echsenhafte Erscheinung Furcht. Schiffe der Gorn sind technologisch nicht allzu komplex, dafür aber garantiert tödlich.

 

Allgemeines

Die Gorn-Hegemonie ist eine Mittelmacht im Beta-Quadranten. Im Wesentlichen ist sie der Zusammenschluss aller Gorn, einer reptilienartigen Kaltblüterspezies mit grüner, schuppiger Haut, die bis zu zwei Meter groß wird. Die Heimat und politische Vertretung der Gorn liegt auf dem Planeten Sssgaron, die der Erde im Jurazeitalter nicht unähnlich ist. Obwohl die Gorn normalerweise nicht durch übermäßige Aggression auffallen, reagieren sie - ähnlich wie die Tholianer - äußerst empfindlich auf Völker, die ihr Hoheitsgebiet verletzen oder eine Bedrohung für es darstellen könnten.

 

Wertesystem

Weil die Gorn eine stark territoriale und selbstbezügliche Spezies sind, ist bis zum heutigen Zeitpunkt nur relativ wenig über sie, ihre Gesellschaftsform und Wertvorstellungen bekannt. Die Gorn-Gesellschaft scheint jedoch kastenartig organisiert zu sein, wobei es drei besonders einflussreiche Kasten zu geben scheint: eine Arbeiterkaste, eine Kriegerkaste und eine religiöse Kaste. Die drei Kasten sind wiederum in Clans unterteilt, die jeweils ihren eigenen Anführer besitzen. Ein Gorn wird in einen Clan und damit in eine Kaste hineingeboren und folgt meist seinen Eltern, allerdings ist das Kastensystem nicht extrem strikt - Wechsel zwischen den Kasten sind daher erlaubt.

Seit ihrem Auftauchen auf der intergalaktischen Bühne sind die Gorn vor allem als xenophobe und misstrauische Spezies in Erinnerung geblieben, die große Angst vor möglichen Angriffen auf ihr Territorium hat und solchen Entwicklungen um jeden Preis zuvorkommen will. Einer der Gründe für diese existenzielle Furcht, die leicht in aggressives Verhalten umschlagen kann, liegt vermutlich in der Tatsache, dass das Überleben der Gorn von äußerst wenigen Planeten am Rande ihres Gebiets abhängt, auf denen sie ihre Eier legen und ausbrüten. Bereits der Verlust einer dieser für die komplexe Fortpflanzung der Gorn idealen Brutwelten könnte den Fortbestand ihres Volkes empfindlich gefährden.

 

Außenpolitik

Bis in die zweite Hälfte des 23. Jahrhunderts waren die Gorn kaum mehr als eine Raumlegende. Zwar hörte die Sternenflotte bereits in den Jahren vor der Föderationsgründung erstmals von einem Volk namens Gorn, aber außer der Tatsache, dass diese ein exotisches Getränk namens Meridor brauen, erfuhr man nichts weiter. In den kommenden Dekaden machten immer wieder Gerüchte von fremden Signalen im Subraum die Runde, die aus den weiter gelegenen Teilen des Beta-Quadranten gekommen seien. Den Beweis für die Existenz eines neuen, unbekannten Volkes sah man darin jedoch nicht.

Erst mit dem vernichtenden Angriff auf die Föderationskolonie auf Cestus III im Jahr 2267 änderte sich dies schlagartig. Wie sich herausstellte, folgte die Auslöschung der Kolonie der fälschlichen Annahme der Gorn, die Föderation hätte den Vorposten für eine anstehende Invasion errichtet. Ein drohender Krieg zwischen beiden Mächten wurde durch die Intervention der hoch entwickelten Metronen abgewendet (2267/2374).

Nach einer kürzeren Phase der unsicheren außenpolitischen Verhältnisse begannen Föderation und Gorn-Hegemonie einen politischen Dialog, der unter anderem in eine gemeinsame Neubesiedlung von Cestus III mündete, das in zwei separate Sphären eingeteilt wurde. Obwohl das kritische Stadium ihrer anfänglichen Begegnung überwunden zu sein schien, gab es bis ins 24. Jahrhundert keine größeren Annäherungen mehr. Im Jahr 2311, nachdem das Romulanische Sternenimperium einen unerwartet aggressiven Expansionskurs einzuschlagen begonnen hatte, bemühte sich die Gorn-Hegemonie um bessere Beziehungen nach Romulus, weil sie einen Krieg der Romulaner gegen die Föderation für wahrscheinlich hielt und nicht auf der Verliererseite stehen wollte. Aufgrund des Tomed-Zwischenfalls (2311) sowie dem Vertrag von Algeron kam es jedoch nie zu einem solchen Krieg.

2374 ereignete sich auf Sssgaron ein Staatsstreich, und radikalen Strömungen aus der Kriegerkaste gelang es, die Regierungsgewalt an sich zu reißen. Es kam zu einem erneuten Angriff auf die menschliche Cestus-Kolonie, dessen schlimmste Folgen jedoch abgewendet werden konnten. Obwohl der Staatsstreich auf Sssgaron wieder rückgängig gemacht wurde, ist angesichts dieser kürzlichen Eskalation in den Beziehungen zwischen Föderation und Gorn nicht davon auszugehen, dass es künftig zu einer raschen Annäherung beider Parteien kommen wird (2267/2374).

Über Beziehungen der Gorn zu anderen Mächten ist nicht viel bekannt. Allerdings scheint es Gorn zu geben, die ihrem Volk den Rücken gekehrt haben und in die Ferne gezogen sind, um Macht und Einfluss zu erlangen, zum Beispiel als Unterstützer des Orion-Syndikats.

 

Stellarkartografie

Der Gorn-Raum liegt tief im Beta-Quadranten und umspannt rund 1.000 Lichtjahre. Berichten zufolge soll es neben Sssgaron wenigstens ein Dutzend weiterer wichtiger Gorn-Kolonien geben, darunter vermutlich zwei oder drei Brutwelten. Anrainer der Gorn-Hegemonie sind auf einer zweidimensionalen Karte der galaktischen Hauptebene im 'Westen' die Föderation und im 'Norden' das Klingonische Reich. Unweit vom Gorn-Raum liegt zudem auch das Metronen-Konsortium.

 

Referenz

TOS TNG DS9 VOY ENT ST-Romane/Comics
1x18   5x06   4x17 Requiem
        4x19 The Gorn Crisis
          A Time To Heal
          Gods of Night (Destiny)
          Mere Mortals (Destiny)
          Lost Souls (Destiny)
          A Singular Destiny (Destiny)
          Articles of the Federation
          Star Trek Sternen-Atlas
          Bridge Commander (PC-Game, Handbuch)
          Escalation (STC)

 

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