STAR TREK COMPANION
return to the edge of the final frontier

Relaunch / Destiny

Destiny

Autor: David Mack
Erscheinungsjahr: 2008/2009
Seitenzahl: 380, 440, 450
Band: TNG 1.6, Titan 1.5

Vorbereitung

Die Destiny-Trilogie rückbezieht sich weitestgehend auf die bisherigen Ereignisse im TNG-Relaunch, partiell auch auf die Romanserie Star Trek: Titan, die Pilotromane des VOY-Relaunch, Homecoming und The Farther Shore, sowie in geringen Maßen auf das zweite Werk des Enterprise-Relaunch, Kobayashi Maru. Weil sie streng genommen über das Feld der Second Decade von TNG hinausreicht, aber von ihrer Story hochrelevant ist, präsentiere ich an dieser Stelle den gelungenen Überblicksartikel aus dem Unendliche Seiten-Literatur-Newsletter Nr. 7 von TrekZone, geschrieben von Jörn Podehl. Eine Bewertung wird aber nicht vorgenommen.

Der direkte Nachfolgeroman zu Destiny ist A Singular Destiny.

Schicksal und Umbruch

Es hat sich bewährt, dahinzugehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gelesen hat: Pocket Books wagte seinerzeit mit dem Deep Space Nine-Relaunch den ersten Schritt der Fortführung der geliebten Star Trek-Serien in Romanform und Comics. Nach DS9 wurde Voyager fortgesetzt, ja sogar Enterprise bekam eine fünfte Staffel. [...] Hält man die Handlungsstränge der einzelnen Serien nebeneinander, wird man an unterschiedlich lange Nudeln erinnert: Der DS9-Relaunch spielt im Jahr 2376, der Voyager-Relaunch beginnt mit der Rückkehr von Janeway & Co. im Jahre 2378 und der kürzlich ins Leben gerufene The Next Generation-Relaunch (auch Second Decade genannt) startet einige Wochen nach Nemesis und somit Ende 2380. Unvereinbar damit ist natürlich der Enterprise-Relaunch, der die Zeit nach der TV-Serie weiterführt und sich derzeit im Jahre 2156 austobt.

Das Problem bei der Sache ist: Den Relaunches müssten diverse Staffeln zuteil werden, bis sie alle auf einem Level angekommen sind. Erst auf dieser gemeinsamen Zeitebene lassen sich ganz neue Konzepte überlegen, die für alle Serien wirklich unbekannt und neu sind, ohne dass andere Serien hinterher hinken oder voraus preschen. Mit Destiny schuf Pocket Books die Möglichkeit, alle Star Trek-Relaunchserien miteinander zu vereinen. Dazu bedarf es selbstverständlich eines etwas größeren Abenteuers als die bisherigen Einzelabenteuer mit einer gemeinsamen Leitstory. Und wenn man dabei war, sollte dieses Abenteuer auch einen großen Umbruch darstellen.

Die Welt lechzt schließlich nach Umbrüchen. Alte TV-Serien werden neu aufgelegt und bringen das Dunkle der Seele hervor, anstatt auf das aus den 60er bis 90er Jahren Gute und Friedvolle zu beruhen. Kinofilme erfinden Charaktere neu, ändern den lästigen hellen Schein und ersetzen ihn durch rabenschwarze Züge. Und vor diesen Umbrüchen ziert sich auch Star Trek nicht.

Jener besagte Umbruch bei Star Trek-Romanen begann mit dem TNG-Second Decade-Büchern. Viele Fans fragten, was eigentlich aus den Borg geworden sei, den Erzfeinden, die in den Augen einiger Zuschauer in Voyager verheizt wurden. Resistance, der erste reguläre Relaunch-Roman, in dem die neue Crew der Enterprise ihre erste Mission hat, stammt von J.M. Dillard und konfrontiert die Föderation mit den Borg. Es findet eine Art Rückführung statt, da Picard mit seiner größten Nemesis zusammentrift und mit sich und seiner Welt uneins ist. Was mit Resistance wie ein Strohfeuer der Literatur wirkt, läuft im Endeffekt auf den Anfang vom Ende hinaus - jedenfalls sah es bei der durchwachsenen Qualität des Romans so aus.

Mit dem ebenfalls umstrittenen Peter-David-Roman Before Dishonor wird die Borg-Attacke aus Resistance fortgeführt und beginnt gleich mit dem ersten prominenten Opfer der Star Trek-Romangeschichte: Admiral Janeway wird von den Borg assimiliert und wendet sich gegen die Föderation. Sie richtet einen riesigen Schaden an, der aber nichts im Vergleich zu dem ist, was noch kommen wird. Im Übrigen verfolgt Pocket Books mit den Relaunch-Büchern jetzt nicht mehr das jahrelang von Paramount aufgezwungene Motto "Wie du in den Roman gehst, musst du auch hinaus kommen", sondern die Devise: "Wie du in den Roman gehst, hat keinen Einfluss auf das Ende". Admiral Janeway stirbt am Ende von Before Dishonor…auf eine gewisse Art und Weise. Auch wenn der Eindruck des beliebten Hintertürchens entsteht (Janeway explodiert mit ihrem Borgschiff und landet plötzlich im Q-Kontinuum, die Q schließen ihre Rückkehr aber aus), hat sich die Star Trek-Geschichte verändert. Gleichzeitig wurden auch die von uns geliebten Charaktere verändert: Picard zerbricht fast an Selbstzweifeln und der Furcht vor den Borg, seine neue Schiffsbesatzung wendet sich gegen ihn und jeder neue Charakter kann wichtig oder unbedeutend sein.

Wie wichtig Pocket Books die Verfolgung der neuen Kontinuität ist, zeigt sich in den weiteren Second Decade-Romanen, die den Weg zum Umbruch pflastern. Greater Than The Sum legt den Fokus auf die Verfolgung des letzten Borgschiffs, der assimilierten U.S.S. Einstein, die scheinbar einen Weg gefunden hat, zurück in den Delta-Quadranten zu den anderen Borg zu flüchten und um Hilfe rufen zu können. Die Einstein wird zum Glück gestoppt, da die Crew der Enterprise ein Mittel gegen die Borg gefunden hat. Eine Art biologische Waffe gegen die kybernetischen Wesen, gegen das die Borg noch keine Schutzmöglichkeit gefunden beziehungsweise haben finden können, da das Mittel gegen einen vom Kollektiv getrennter Borgschwarm eingesetzt wurde.

Anfang 2381, mehrere Monate nach Nemesis also, passiert das, wovor sich die Denker der Föderation gefürchtet haben: Die Borg sind zurück; dieses Mal mit einer Armada von Schiffen. Die Invasion und das baldige Ende der Föderation scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Woher kommen sie auf einmal? Niemand weiß es (wie sich später heraus stellt, nutzen sie spezielle Korridore, durch die sie ihre Schiffe rasendschnell in den Alpha- und Beta-Quadranten schicken können).

Und genau hier wird mit Destiny das Schicksal der Föderation besiegelt. [...] Dabei handelt es sich um eine Romantrilogie, die kurz und knapp Destiny genannt wird: Die drei Romane heißen Gods of Night, Mere Mortals und Lost Souls. [...] Bis Oktober 2008 wurde Stillschweigen um den Inhalt der Romane gepflegt; man wusste nur, dass sie alle Relaunch-Serien vereinen und die Möglichkeit bieten wollen, Abenteuer mit den Helden der aktuellen Zeit zu entwickeln. So war es natürlich kein Wunder, dass sich bereits der erste Roman, Gods Of Night, so schnell verkaufte, dass er nach kurzer Zeit vergriffen war und nachgedruckt wurde.

In Kurzform, worum geht es in Destiny? David Macks Miniserie vereint die Crew der Serien The Next Generation, Titan, Deep Space Nine und Voyager, um in der entscheidenden Schlacht gegen die Borg zu kämpfen. Gleichzeitig werden jene bekannten Helden von Captain Erika Hernandez (Kommandantin der U.S.S. Columbia, NX-02, aus Enterprise) unterstützt. Was nach einem übertriebenen Fanwunsch klingt, ist eine sehr große, auf knapp 1.300 Seiten verteilte Handlung, die Hoffnung, Verzweiflung, Kampf, Familie und Zukunftsentwicklung vereint. Die Geschichte von Destiny entwickelt sich über einen Zeitraum von 7.000(!) Jahren und zeigt die Entstehung, Entwicklung und - ich greife etwas voraus - das Ende der Borg. Um in dieser unglaublich langen Zeitspanne unsere Lieblingscharaktere einbauen zu können, ist selbstverständlich Zeitreise und viel Fantasie im Spiel. In der Manier eines J.J. Abrams (Lost und Star Trek XI) ist die komplette Handlung von Rückblenden und Sprüngen in die uns bekannte Gegenwart und alle Romanserien durchzogen.

Direkt an das Ende von Greater Than The Sum eröffnet sich der Föderation das Schicksal. Bereits seit mehreren Monaten fliegen Borg-Schiffe Angriffe auf Planeten der Föderation, eine große Invasion zeichnet sich ab. Viele Schiffe der Sternenflotte sind vernichtet oder beschädigt worden. Captain Ezri Dax untersucht das Wrack der auf einem Wüstenplaneten im Gamma-Quadranten gefundenen U.S.S. Columbia, NX-02, und hofft, mithilfe des toten Rumpfes etwas Wichtiges im Kampf gegen die Borg in Erfahrung zu bringen. Schließlich ist es höchst mysteriös, dass die Columbia mithilfe der beschränkten Ressourcen ihrer Zeit eine Reise in den Gamma-Quadranten unternommen hat und letztendlich, knapp 60.000 Lichtjahre vom Föderationsraum entfernt, gestrandet ist. Tatsächlich ist die Columbia, wie sich im späteren Verlauf der Handlung zeigt, der Schlüssel zu allem. Denn kurz nach den Ereignissen aus dem Enterprise-Relaunch-Roman Kobayashi Maru wird die Columbia unter Captain Hernandez in einen Kampf mit den Romulanern verstrickt, die Hernandez den Warpkern kostet und letztendlich durch einen romulanischen Computervirus einen Konvoi von Frachtschiffen vernichten lässt.

Für Hernandez gibt es nur die Flucht im wahrsten Sinne nach vorne: Ungefähr zwölf Lichtjahre entfernt, so zeigen die Sensoren der Columbia schwach, liegt ein Planet mit potentiell intelligenten Lebensformen, die ihnen vielleicht mit einem überlichtschnellen Antrieb und Vorräten aushelfen können. Die Erde ist dagegen knapp 80 Lichtjahre entfernt, die Columbia würde sehr wahrscheinlich erneut mit Romulanern zusammentreffen, wodurch die Entscheidung sehr leicht fällt. Hernandez ist sich um ihre schlechten Chancen bewusst, mit vollem Impulsantrieb würde die Reise über zwölf Jahre in Anspruch nehmen. Ihr bleibt nur die Chance, die Einstein'sche Zeitdilatation auszunutzen: Je schneller sich die Columbia der Lichtgeschwindigkeitsgrenze nähert (mit einem frisierten Impulsantrieb, der über die normale Höchstgeschwindigkeit hinaus geht), desto langsamer vergeht die Zeit an Bord des Schiffes, während die Zeit im restlichen Universum konstant weiter verstreicht. So überbrückt Hernandez mit ihrer Crew die zwölf Jahre andauernde Reise in ungefähr 70 Tagen, allerdings vergingen für die Sternenflotte in dieser Zeit wirklich zwölf Jahre, in denen es zu den Romulanischen Kriegen und zur Gründung der Föderation gekommen ist.

Am Ende ihrer Reise erreichen sie den Planeten Erigol, auf dem die kybernetischen Caelianer in fliegenden Stadtschiffen leben. Das hoch entwickelte Volk begrüßt Hernandez und ihr Außenteam freundlich, nimmt ihnen aber jede Möglichkeit, Erigol zu verlassen; sie und die gesamte Crew sind Gefangene, da die Caelianer ein sehr zurück gezogenes Volk sind, nur mit dem Wunsch, Kontakt zu noch höher entwickelten Spezies zu bekommen. Würden sie Hernandez und ihre Crew ziehen lassen, sehen sie die Gefahr, dass die Menschen und andere Völker auf die Caelianer aufmerksam werden und um deren Technik buhlen würden.

Ein Teil der Crew ist mit Hernandez' Resignation und der Erkenntnis, die Wünsche der Caelianer zu respektieren, nicht einverstanden und plant die Flucht. Bei der Flucht nutzen sie die Technik der Caelianer. Dabei werden alle Stadtschiffe der Caelianer vernichtet - bis auf zwei. Beide können sich durch einen Subraumtunnel in Sicherheit bringen, landen aber ungefähr 4.300 Jahre in der Vergangenheit. Als die Columbia ihnen folgt, wird die Crew auf dem Schiff durch die Tunnelstrahlung getötet, und die Columbia landet letztendlich im Gamma-Quadranten.

Nur eine Handvoll Sternenflottenoffiziere, die auf den Stadtschiffen geblieben sind, überleben das Desaster. Hernandez freundet sich mit dem Caelianer Inyx sehr gut an und bleibt mit drei weiteren Offizieren auf dem Stadtschiff Axion. Die Verursacher der Katastrophe, eine Gruppe von insubordinierenden MACOs, landen in einem anderen Teil der Galaxis mit einem anderen Stadtschiff.

Die Reise durch den Subraum sorgt für einen Sprung in die Vergangenheit, sodass Hernandez und ihre Freundinnen auf Axion 4527 v. Chr. in der Vergangenheit landen. Sie haben Probleme, sich dem Lebensstil und der Technik der Caelianer anzupassen, am Ende lässt sich aber Hernandez als einzige Überlebende der Menschengruppe kurz vor ihrem natürlichen Tod im Alter von 80 Jahren durch die Caelianer 'verjüngen' und bleibt in dem Alter, in dem sie auch mit der Columbia gestartet ist. Fast 7.000 Jahre bleibt sie auf Axion auf dem Planeten New Erigol und sieht, wie sich die Zeit verändert, erlebt wie sich die Geschichte entwickelt, ihre eigene Ankunft auf (alt) Erigol, die Zerstörung von Erigol…bis im Jahr 2381 die U.S.S. Titan auf die Aktivität der Axion auf New Erigol aufmerksam wird und hofft, in diesem Volk Unterstützung im Kampf gegen die Borg zu finden.

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen; wieder verbieten die Caelianer, dass die Ankömmlinge abreisen. Das Außenteam der Titan (Deanna Troi, Christine Vale, Tuvok und Dr. Ree) bleibt auf Axion, als Captain Riker - mit Unterstützung von Erika Hernandez, die die Isolation auf Axion leid ist - die Flucht mit der Titan gelingt. Riker will mit der Titan in Kampf gegen die Borg ziehen.

Interessant ist die Veränderung der Charaktere in diesen Romanen: Captain Riker lässt seine Frau und das Außenteam allein zurück. Es kommt erschwerend dazu, dass Troi schwanger ist und trotz aller Hilfe von Dr. Ree eine Fehlgeburt erleiden wird: Troi und Riker können aufgrund eines genetischen Defekts keine Kinder bekommen. Destiny verleiht den Star Trek-Charakteren der Post-Nemesis-Ära eine dunkle und traurige Seite. Als Vergleich könnte man Vanguard nehmen: In beiden Serien sind die Charaktere kantig und ecken an. Vor der uns bekannten Epoche der The Next Generation macht die Veränderung der Figuren keinen Halt.

Die Charaktere verändern sich, und die Technik tut es ihnen gleich. Star Trek verändert sich, weil die Erfahrungen aus den TV-Serien und anderen Romanen in die neuen Geschichten mit einfließen. So ist das Schiff von Captain Dax - die U.S.S. Aventine - eins von wenigen Schiffen, die bereits über einen experimentellen Quantenslipstream-Antrieb verfügen und ihn auch im Kampf gegen die Borg einsetzen werden.

Als letzte, absolut letzte Verteidigung werden Transphasentorpedos eingesetzt. Zur Erinnerung: Transphasentorpedos stammen aus der Zukunft, Baupläne und Torpedos wurden in der finalen Voyager-Episode Endgame von Admiral Janeway in die Vergangenheit gebracht, um ihrem jüngeren Ich im Kampf gegen die Borg zu helfen. Nun kommen sie gegen die Borg der Gegenwart zum Einsatz; jedenfalls im Verlauf der Geschichte, nicht zu Beginn der Schlacht. Die Föderation sieht die Gefahr, dass die Borg sich schnell an die neue Technik anpassen können, sollte ein Sternenflottenschiff assimiliert werden. Nur die Enterprise und einige wenige Schiffe haben Kenntnis von den Torpedos (und verteilen die Baupläne letztendlich im letzten Gefecht an alle Verbündeten). 

Teil der Handlung in Destiny ist die Entstehung der Borg. Während das Stadtschiff Axion mit Hernandez nach der Zerstörung von Erigol im Beta-Quadranten sesshaft wird und Hernandez zu dem (männlichen) Caelianer Inyx eine fast schon liebevolle Beziehung aufbaut, strandet das zweite Stadtschiff, Mantilis, in einem anderen Teil der Milchstraße (wahrscheinlich der Delta-Quadrant). Die überlebenden MACOs an Bord, die für die Vernichtung von Erigol verantwortlich sind, werden im Jahr 4.527 v.Chr. von der Caelianerin Sedín gewaltsam in kybernetische Wesen verwandelt, um das Überleben der Caelianer zu sichern. Sie sind die ersten Borg und beginnen mit der Assimilierung anderer Völker.

2381, fast 7.000 Jahre später, sind die uns bekannten Borg wieder da - sie assimilieren nicht mehr, sie absorbieren. Nur die potentiell Wichtigsten werden in das Kollektiv übernommen, der Rest wird vernichtet. Das neue Borg-Motto: "Widerstand ist zwecklos...aber erwünscht". Während der Haupthandlung von Destiny werden etliche Welten komplett ausgelöscht: 60 Milliarden Lebewesen sterben. Risa, Vulkan und Planeten des Klingonischen und Romulanischen Reiches werden schwer verwüstet, das Wirtschaftssystem ist kollabiert. 40 Prozent der Sternenflottenschiffe sind vernichtet worden, darunter um ein Haar auch die Voyager. Vor prominenten Personen macht Destiny keinen Halt: Admiral Paris, Lieutenant T'Lana (Schiffscounselor der Enterprise-E) und Tuvoks Sohn verlieren das Leben. B'Elanna und Miral Torres gelten ebenfalls als verstorben.

Captain Riker und der Titan gelingt zusammen mit Hernandez die Flucht von New Erigol und kann mithilfe eines Subraum-Korridors zurück in das Föderationsgebiet fliegen. Dort trifft Riker auf die Enterprise (Captain Picard) und die Aventine (Captain Dax). Hernandez bietet ihre Hilfe im Kampf gegen die Borg an, als sie erkennt, dass die Borg ein Teil der Caelianer sind, nämlich von den Caelianern, die auf dem Stadtschiff Mantilis im Delta-Quadranten gestrandet sind. Unmittelbar vor der Vernichtung der Erde übertüncht sie das Signal der Borg-Königin und befielt den Drohnen das Ende der Angriffe.

In der finalen Schlacht greifen die sonst pazifistischen Caelianer von Axion ein und befreien alle Borg der Milchstraße aus dem Zwang des Borg-Kollektivs und assimilieren sie in das friedliche Kollektiv der Caelianer. Die Borg existieren nicht mehr. Sie sind (wieder) Caelianer und verschreiben sich der friedlichen Forscherexistenz. Aus dieser Konsequenz verliert Seven Of Nine ihre Borg-Implantate und wird zu einem 'normalen' Mensch namens Annika Hansen.

In dieser für ein 1.300 Seiten komplexes Werk rasanten Inhaltsangabe zeigt sich, wie allumgreifend Destiny geworden ist. Für die Borg ist Destiny das Alpha und das Omega, für die Roman-Relaunches die Chance, auf gleicher Höhe mit allen anderen Helden an einer Front zu kämpfen und für den Leser ein großer Einschnitt in die Geschichte, der Star Trek in eine ganz neue Richtung lenkt. [...] Wenn die Post-Nemesis-Romane weiter eine derartige Entwicklung erleben, bin ich sicher, dass Star Trek unsterblich bleiben wird, denn nichts bleibt so wie es ist - und alles wird anders. Um mein Zitat von weiter oben zu korrigieren: Dies ist nicht der Anfang vom Ende, sondern das Ende vom Anfang...

3-2009