STAR TREK COMPANION
return to the edge of the final frontier

Relaunch / Titan / William Riker

Endlich Captain

Lange dauerte es, bis William T. Riker – der uns so bekannte stämmige Mann mit dem Vollbart – es wagte, hinter Jean-Luc Picard hervorzutreten und ohne Netz zu operieren. Das zeigt indes, aus welchem Holz Riker immer geschnitzt ist: Prinzipien wie Loyalität und Eigenständigkeit hielt er stets hoch und legte keinen Wert auf einen raschen Aufstieg in der Sternenflotte.

Die Frage, die natürlich interessiert: Wie hat Riker seine Meinung geändert, am Ende doch Captain zu werden? Als die Sternenflotte Ende 2378 Captain Picards Kommandokompetenz nach der Vernichtung der U.S.S. Juno im Rashanar-Sektor in Frage stellte, übernahm er das Kommando der Enterprise und brachte Picard zur Erde. Wieder einmal konnte Riker in dieser Zeit seine Kommandoqualitäten beweisen – und einen entscheidenden Bewusstseinswandel durchmachen (vgl. A Time To Be Born/A Time To Die).

Im Sommer 2379 kam Admiral Kathryn Janeway auf Riker zu, die ihm ein eigenes Kommando anbot. Dieses Mal setzte sie ihm den Phaser auf die Brust: Womöglich sei dies die letzte Gelegenheit, dass ihm ein eigenes Kommando angeboten würde (vgl. A Time To Kill/A Time To Heal). Hinzu kam Rikers persönliche Entwicklung: Monate zuvor hatte er seinen Vater auf Delta Sigma IV verloren, ohne dass er mit Kyle Riker positiv hätte abschließen können. Riker wurde sich bewusst, dass er nun sein eigenes Leben leben muss – was mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Grund für die Entscheidung war, Deanna Troi zu heiraten und ein eigenes Schiff zu befehligen.

Als er 2379 auf die Titan wechselte, gab es eine Reihe von Umständen, die ihm seine Entscheidung erleichterten. Seine große Forschungserfahrung sowie die Fähigkeit, den direkten Kontakt zu seiner Mannschaft zu suchen, kamen ihm von vorneherein zugute. Riker war lange Zeit unter Picards Führung gereift, zugleich repräsentiert er jedoch auch einen anderen Typus Captain.