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Datenbank / Historische Ereignisse / 2387: Zerstörung von RomulusIm Laufe des Jahres 2387 verwandelt sich der Stern des Hobus-Systems, lokalisiert in romulanischem Raum, in eine Supernova bislang unbekannten Typs. Trotz Bemühungen des vulkanischen Wissenschaftsrates, der Detonation des Sterns zuvorzukommen und mithilfe einer experimentellen Technologie die Novawelle zu zersetzen, gelingt es nicht zeitnah, dieses Unterfangen umzusetzen. Eines der ersten Opfer der Druckwelle ist das romulanische Heimatsystem: Sowohl Romulus als auch seine Schwesterwelt Remus werden vollständig zerstört. Für das Sternenimperium beginnt - nach einem ohnehin zumeist krisenhaften Jahrzehnt - die wohl schwierigste Phase in seiner Geschichte. Romulus und das Sternenimperium 2387Im Jahr 2380 zerfiel die romulanische Nation in zwei antagonistische Separatreiche mit vollkommen unterschiedlichen politischen Positionen (2379-81). Bereits wenige Monate später steuerte Prätorin Tal'Aura das geschwächte Sternenimperium in den so genannten Typhon-Pakt - ein die politische Sternenkarte revolutionierendes Bündnis sechs großer Mächte -, während Imperatorin Donatra den kleineren imperialen romulanischen Staat in Beziehungen mit der Föderation und den Khitomer-Staaten verwickelte (2381/82). Ab 2382 beginnt daher ein kalter Krieg im Quadrantengefüge zwischen den beiden Blöcken, dessen Eskalationspotential groß und weitere Entwicklung ungewiss ist. Da bislang keine Informationen über die fünf Jahre nach 2382 vorliegen, muss versucht werden, die Veränderungsprozesse auf Basis der zur Verfügung stehenden Quellen rückwärtig einzuschätzen. 2387 spricht Botschafter Spock in seiner Rolle als nun offiziell anerkannter Repräsentant der Föderation vor dem romulanischen Senat. Anders als in früheren Jahren seines Engagements für die Wiedervereinigungsbewegung, muss er nun nicht mehr Repressalien fürchten, da sein illegaler Aufenthaltsstatus vor fünf Jahren durch die Verabschiedung von Immigrationsgesetzen endete. Trotz der damals kritischen politischen Lage zwischen Khitomer-Staaten und Typhon-Pakt haben sich also die innenpolitischen Verhältnisse verändert, und das Sternenimperium ist ein Stück liberaler geworden. Auch gibt es 2387 keinen Hinweis mehr auf die Existenz des zweiten romulanischen Reichs. Obwohl eine entsprechende Bestätigung fehlt, kann spekuliert werden, inwieweit es in den zurückliegenden fünf Jahren zu einer Wiederannäherung und -vereinigung zwischen Sternenimperium und imperialem Staat gekommen sein mag. Fraglich bleibt in diesem Zusammenhang auch, ob der Typhon-Pakt überhaupt noch existiert. Immerhin ist die Anhörung Spocks vor dem Senat als Indiz dafür zu werten, dass die Phase der kalten Staatsraison gegenüber der Föderation vorüber sein könnte. Auf der anderen Seite sprechen die nach wie vor großen Ängste der romulanischen Führung, abhängig von der Föderation werden zu können, eher dafür, dass die Kontakte zur Planetenallianz schlecht geblieben sind und Spocks neuer Status auf Romulus nichts mit seiner Rolle als Föderationsbotschafter zu tun hat, sondern mit der inneren Befriedung. Kontakt mit Hobus und romulanisches HilfeersuchenWährend Spock aufgrund eigener astronomischer Nachforschungen bereits früher von der Verdichtung des Hobus-Sterns weiß und aufgrund einer ihm innewohnenden Anomalie eine nie da gewesene Novaexplosion befürchtet, sind die Ersten, die unmittelbare Erfahrungen mit der Sonne machen, die Crewmitglieder des romulanischen Bergbauschiffes Narada unter dem Kommando von Captain Nero. In den Kernproben eines systeminternen Planeten finden Nero und seine Leute beträchtliche Mengen von Deuterium, Iridium und Decalithium. Als sich eine massive Eruption des Sterns ereignet, sieht sich Nero gezwungen, die Mission der Narada abzubrechen. Der Planet wird vom sich ausdehnenden Stern verschluckt; das Bergbauschiff kann gerade noch entkommen. Auf Romulus skizziert Spock die große Bedrohung für das gesamte Sternenimperium, sollte der sich immer weiter aufblähende Stern auseinanderbrechen. Er schlägt vor, mithilfe roter Materie ein künstliches schwarzes Loch innerhalb des Hobus-Sterns zu erzeugen. Rote Materie ist eine extrem instabile Substanz, die in einem aufwendigem Verfahren aus dem seltenen Isotop Decalithium gewonnen werden kann. Problematisch ist, dass nur die Vulkanier über die hierfür nötige Technologie verfügen. Die Empörung über den Vorschlag, sich an ihren alten Erzfeind zu wenden ist jedoch groß, und die Idee wird entschieden abgelehnt. Wenige Tage später erkennen die romulanischen Experten, dass Spock mit seinen Befürchtungen über die sich anbahnende Katastrophe Recht hatte und dem romulanischen Heimatsystem maximal noch einige Wochen bleiben. In einem Eilverfahren entscheidet der Senat, sich diplomatisch an Vulkan zu wenden und dort um Beistand zu ersuchen. Zudem werden die Evakuierungsprotokolle für die Heimatwelt eingeleitet. Doch die frühzeitige Supernovaexplosion des Hobus-Sterns trifft die Romulaner unvorbereitet: Lange, bevor die gesamte Bevölkerung evakuiert werden kann, werden Romulus und Remus vollständig zerstört. Unter den Opfern sind auch Neros Frau und ihr ungeborenes Kind. Spocks MissionAuf Vulkan erkennt man, dass der Untergang von Romulus erst der Anfang war. Die massive Energiedruckwelle pflanzt sich exponentiell von System zu System fort und kann so zu einer Bedrohung für die ganze Galaxis werden. Nachdem genug Decalithium in rote Materie umgewandelt wurde, stellt sich nur noch die Frage, wie man nahe genug an den Stern kommt, um diese auch sicher zu platzieren. Der vulkanische Wissenschaftsrat entwickelt dazu ein mit roter Materie ausgerüstetes Spezialschiff, das imstande ist, in extremen Atmosphären zu operieren. Es soll durch die Druckwelle fliegen und bis zum Stern vordringen, um dort das künstliche schwarze Loch zu erzeugen und somit die Sonne von innen aufzulösen. Spock meldet sich freiwillig für diese Mission, da er die Vernichtung von Romulus sich selbst zuschreibt. Nach mehreren Tagen der Reise erreicht Spock die Druckwelle und stößt vor bis zum Stern, wo er die rote Materie platziert. Die Singularität entsteht, und die Nova kollabiert tatsächlich in sich. Zu diesem Zeitpunkt taucht die mit romulanischer Geheimtechnologie aufgerüstete Narada auf. Der von Hass ob des Verlustes seiner Welt zerfressene Nero, der sich nun auf einem Rachefeldzug gegen die Föderation befindet, wird zusammen mit Spock in die Singularität hineingezogen, bevor diese sich schließt. Die Galaxis ist gerettet, doch was mit Spock und der Narada passiert ist, wird wohl nie bekannt werden. Gleichwohl gibt es durch Spocks Taten nun erstmals die Chance für eine dauerhafte Annäherung zwischen Romulanern und Vulkaniern. Angesichts der Herausforderung, eine neue Heimat zu suchen und aufzubauen, werden erstere alle Hilfe annehmen müssen, die sie kriegen können.
Referenz
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2010 Star Trek Companion Fan-Fiction 2004-2012 v.5.0 by Julian Wangler. |